Wilhelm Filchner: Bismillah! Vom Huang Ho Zum Indus ( 1945)
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- Publication date
- 1945
- Topics
- Wilhelm Filchner, Zweite Deutsche Antarktisexpedition, Bismillah, Huang Ho, Indus
- Collection
- fringe
- Item Size
- 181.5M
Wilhelm Filchner: Bismillah! Vom Huang Ho Zum Indus ( 1945)
Wilhelm Filchner wuchs in München bei wohlhabenden Verwandten auf und trat im Alter von 15 Jahren dem Kadettenkorps der bayrischen Armee bei. Im Jahr 1900 nutzte er als Fähnrich einen dreimonatigen Urlaub, um auf eigene Faust und mit 300 Goldmark Reisebudget seine erste große Reise über Russland, den Kaukasus und Kirgisistan zu unternehmen, auf der er schließlich auf dem Pferderücken den Pamir überquerte.
Filchner studierte in München Vermessungskunde und Geographie, gefolgt von praktischer Ausbildung an verschiedenen militärischen und zivilen Institutionen.
Die Reise hatte ihn in Bayern bekannt gemacht, und 1903 übertrug man ihm die Expeditionsleitung für eine Forschungsreise nach Tibet. Als erster Forscher führte er in dem asiatischen Land erdmagnetische Messungen durch. Auf der Rückreise 1905 entstanden die ersten Ideen für eine neue deutsche Antarktisexpedition.
Die konkreten Pläne für diese zweite deutsche Antarktisexpedition stellte Filchner im März 1910 in Berlin der Öffentlichkeit vor. Mit Hilfe einer Lotterie wurden recht schnell die finanziellen Mittel aufgebracht und ein Schiff gekauft.
Das wenig polarerprobte Forscherteam, das Filchner zusammenstellte, unternahm im August 1910 eine kleine „Probeexpedition“ nach Spitzbergen. Mit Erich Przybyllok und weiteren vier Begleitern querte er die Insel vom Tempelfjord an der Westküste zur Mohnbukta an der Ostküste.[1] Die Strecke war nur 65 km lang, aber nicht ungefährlich.
Im Mai von Bremerhaven gestartet, fuhr das Expeditionsschiff Deutschland am 4. Oktober 1911 von Buenos Aires aus Richtung Südpol. Da damals noch nicht bekannt war, ob der Südpol aus einer zusammenhängenden Masse besteht, wollte man eine Passage quer durch die Eismasse finden oder sich auf dem Landweg mit einer zweiten Expeditionsgruppe treffen. Dieses Vorhaben scheiterte aufgrund schlechter Wetterbedingungen – eine gerade errichtete Überwinterungsstation auf einem Eisberg wurde vermutlich durch eine Springflut binnen kürzester Zeit vernichtet. Filchner machte jedoch einige wichtige Entdeckungen, darunter die des zweitgrößten Schelfeises der Antarktis, des heutigen Filchner-Ronne-Schelfeises in der Weddellsee, und des Prinzregent-Luitpold-Landes. Im März 1912 wurde das Schiff vom Packeis eingeschlossen und driftete neun Monate nach Norden. Erst im Dezember kamen sie so bei Südgeorgien wieder frei.
Nach seiner Antarktis-Erfahrung zog es Filchner wieder in sein bevorzugtes Forschungsgebiet Innerasien. Auf eigene Kosten erforschte er seit 1926 das tibetische Kloster Kumbum Champa Ling und das Land rund um den Qinghai-See. Obwohl seine finanziellen Mittel in Qinghai aufgebraucht waren (von der deutschen Botschaft in Peking kam keine Unterstützung) und er nur durch die Hilfe einer französischen und britischen Expeditionsgruppe weiterreisen konnte, kehrte er nicht nach Deutschland zurück, sondern blieb für Film- und Fotoaufnahmen in Qinghai und unternahm geophysikalische Messungen auf dem tibetischen Hochplateau. Am 24. Juni 1928 kehrte er, zuhause bereits tot geglaubt, von der Reise zurück.
1934 bis 1937 unternahm Filchner seine dritte Tibetexpedition, diesmal von der Regierung finanziert.
Filchner studierte in München Vermessungskunde und Geographie, gefolgt von praktischer Ausbildung an verschiedenen militärischen und zivilen Institutionen.
Die Reise hatte ihn in Bayern bekannt gemacht, und 1903 übertrug man ihm die Expeditionsleitung für eine Forschungsreise nach Tibet. Als erster Forscher führte er in dem asiatischen Land erdmagnetische Messungen durch. Auf der Rückreise 1905 entstanden die ersten Ideen für eine neue deutsche Antarktisexpedition.
Die konkreten Pläne für diese zweite deutsche Antarktisexpedition stellte Filchner im März 1910 in Berlin der Öffentlichkeit vor. Mit Hilfe einer Lotterie wurden recht schnell die finanziellen Mittel aufgebracht und ein Schiff gekauft.
Das wenig polarerprobte Forscherteam, das Filchner zusammenstellte, unternahm im August 1910 eine kleine „Probeexpedition“ nach Spitzbergen. Mit Erich Przybyllok und weiteren vier Begleitern querte er die Insel vom Tempelfjord an der Westküste zur Mohnbukta an der Ostküste.[1] Die Strecke war nur 65 km lang, aber nicht ungefährlich.
Im Mai von Bremerhaven gestartet, fuhr das Expeditionsschiff Deutschland am 4. Oktober 1911 von Buenos Aires aus Richtung Südpol. Da damals noch nicht bekannt war, ob der Südpol aus einer zusammenhängenden Masse besteht, wollte man eine Passage quer durch die Eismasse finden oder sich auf dem Landweg mit einer zweiten Expeditionsgruppe treffen. Dieses Vorhaben scheiterte aufgrund schlechter Wetterbedingungen – eine gerade errichtete Überwinterungsstation auf einem Eisberg wurde vermutlich durch eine Springflut binnen kürzester Zeit vernichtet. Filchner machte jedoch einige wichtige Entdeckungen, darunter die des zweitgrößten Schelfeises der Antarktis, des heutigen Filchner-Ronne-Schelfeises in der Weddellsee, und des Prinzregent-Luitpold-Landes. Im März 1912 wurde das Schiff vom Packeis eingeschlossen und driftete neun Monate nach Norden. Erst im Dezember kamen sie so bei Südgeorgien wieder frei.
Nach seiner Antarktis-Erfahrung zog es Filchner wieder in sein bevorzugtes Forschungsgebiet Innerasien. Auf eigene Kosten erforschte er seit 1926 das tibetische Kloster Kumbum Champa Ling und das Land rund um den Qinghai-See. Obwohl seine finanziellen Mittel in Qinghai aufgebraucht waren (von der deutschen Botschaft in Peking kam keine Unterstützung) und er nur durch die Hilfe einer französischen und britischen Expeditionsgruppe weiterreisen konnte, kehrte er nicht nach Deutschland zurück, sondern blieb für Film- und Fotoaufnahmen in Qinghai und unternahm geophysikalische Messungen auf dem tibetischen Hochplateau. Am 24. Juni 1928 kehrte er, zuhause bereits tot geglaubt, von der Reise zurück.
1934 bis 1937 unternahm Filchner seine dritte Tibetexpedition, diesmal von der Regierung finanziert.
Er leitete die Zweite Deutsche Antarktisexpedition (1911/12) ins Weddell-Meer und entdeckte dort das Filchner-Ronne-Schelfeis. Er war Autor von 27 vor allem populärwissenschaftlichen Büchern und Reiseberichten.
- Addeddate
- 2022-08-02 21:00:09
- Identifier
- wilhelm-filchner-bismillah-vom-huang-ho-zum-indus-1945
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